Multivisions-Shows von Christian Rottenegger

Multivision Ultratour II

Ultratour II: 12 000 Kilometer nach Tibet

By fair means, aus eigener Kraft mit dem Fahrrad von Augsburg nach Tibet, um dort gleich im Anschluss den 8027 Meter hohen Shisha Pangma zu besteigen – in seiner neuen Mulitvisions-Show erzählt Christian Rottenegger von einer Expedition, die ihn bis an seine Grenzen trieb.

"Auf der ersten Ultratour, der Fahrrad-Expedition zum Gasherbrum II (8037 m), habe ich gesehen: Ich kann es schaffen; ich kann vor meiner Haustüre losradeln und aus eigener Kraft den Gipfel eines Achttausenders erreichen"; damals musste Rottenegger wegen eines Wettersturzes gerade einmal 250 m vor dem Gipfel umdrehen, quälend nah vor dem Ziel. Deshalb startete er zu einem zweiten Versuch. Dieses Mal wählte er einen anderen Berg, den Shisha Pangma (8027 m), und eine nördlichere Rad-Route: durch Rumänien, Russland, quer durch die kasachische Steppe, über das Tian-Shan-Gebirge nach China, dort durch die Taklamakan-Wüste, hinauf auf das tibetische Hochplateau und schließlich über mehrere 5000 m hohe Pässe zum Ausgangspunkt der Expedition.
 
In der chinesischen Provinz Xinjiang gerieten Rottenegger, seine Freundin Annette Kniffler, die die Tour auf Bildern wie Filmen festhielt, und ihr Begleiter Michael Grünebach unter Spionageverdacht. Nach Tagen, in denen sie vergeblich mit der chinesischen Polizeigewalt Frieden zu schließen versuchten, mussten sie in einer nächtlichen Aktion aus der Region um Yining (Provinz Xinjiang) fliehen. Und die Probleme in China rissen nicht ab: Bis tief in die tibetische Einsamkeit wurden sie von der chinesischen Geheimpolizei verfolgt, streckenweise zum Umstieg vom Fahrrad auf ein Fahrzeug mit Begleitmannschaft gezwungen, durch ein Land eskortiert, in dem keine Freiheit herrscht - weder für die Einheimischen noch für deutsche Abenteurer, die verrückte Ideen wie die Ultratour II in die Tat umsetzen wollen. Doch letztendlich rollte das Ultratour-Team auf Rädern am 5000 m hoch gelegenen Shishapangma-Fahrerlager ein. Von dort brachen sie in Richtung Basis-, dann Hochlager auf. Doch Krankheit und der bei der Radtour über Tibets Pisten eingeatmete Staub in der Lunge machten Rottenegger zunehmend zu schaffen und den Gipfel letztlich unnerreichbar. Die Expedition wurde zum Kampf - gegen die Gewalt der Höhenstürme, gegen den schmerzenden Körper, gegen den Kopf, der zur Umkehr drängte.
 
In einem Jahr Arbeit hat Rottenegger die Highlights aus über 30 000 Bildern und 100 Stunden Full-HD-Videos zu einer etwa 100-minütigen Multivision Ultratour II „12 000 km nach Tibet“ zusammengestellt. Die Hintergrundmusik wurde eigens für diesen Vortrag vom Musiker Daniel Prax komponiert. Moderne, professionelle Digitaltechnik projiziert das Werk auf bis zu 8 Metern Breite in HD-Qualität. Dazu erzählt Rottenegger live von den Höhen und Tiefen dieses Ultra-Abenteuers, von Schotter- und Sandpisten, die nicht enden wollen, von Staubstürmen in Tibet auf 5000 Metern Höhe, vom körperlichen und mentalen Kampf beim Aufstieg zum Shisha Pangma, von eisiger Kälte, Schneegestöber, bitteren Enttäuschungen und den wundervollsten Momenten, die ein Mensch erleben kann.

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